Menschenbild

Was bin ich?

Ein Mensch bin ich!  Das weiß jedes Kind.  Doch was ist der Mensch?  Im Personalausweis finden wir keine Antwort und die Wissenschaft läßt sich alle paar Jahre was neues einfallen.  Die Bibel sagt: „Gott schuf den Menschen als lebendige Abbildung von sich selbst.“  Das wissen wir; aber dies wissen viele nicht:  Der Mensch schuf den Urmenschen selbst nach seinem Selbstbild.  Schauen wir nur mal an, wie sehr sich das Bild vom Urmenschen den Idealen seiner Zeit anpasst.

Gott schuf den Menschen nach dem Bild Gottes und der Mensch schuf den Urmenschen nach seinem Menschenbild.

Aber während der ewige Gott immer derselbe bleibt, hat sich das Wunschbild vom Menschen immer wieder gewandelt und die Vorstellungen über Urmenschen wandelten sich mit!

Der Krieger (Mitte 19. Jhdt).  

Mitte des 19. Jahrhunderts war man noch stolz auf seine Armee und fand es ehrenhaft eine starke Militärmacht zu sein.  Da erklärte die Evolutionslehre, daß der Kampf gegen die Artgenossen ganz natürlich ist und die Höher-Entwick lung zum Menschen erst möglich gemacht hat.  Der Mensch war der überlegene Krieger, der sich durch die Erfindung der ersten Waffe über die Tierwelt erhoben hatte.  Die primitiven Faustkeile waren also die ersten Waffen der steinzeitlichen Rüstungsindustrie.  Den Stahlhelm hatte der Affenmensch noch „integriert“ in seinem extrem robusten Schädel, in dem fürs Gehirn weniger Platz war.  

Der Denker (um 1900).

Dann kam eine intellektuelle Epoche mit großen wissenschaftlichen Entdeckungen. Nun sollte der erste Mensch der große Denker sein, der die Affen mit seinem größeren Gehirn übertrumpft hat.  Bald legte man die Beweise vor:  der 1912 ausgegrabene Piltdown- Mensch, ein Affe mit Riesenhirn.  Erst über 40 Jahre später entlarvte man ihn als Fälschung aus einem gewöhnlichen Menschenschädel und zurechtgefeilten Affenkiefer.

Der Techniker (50er Jahre).

Inzwischen machte die Produktivität erstaunliche Fortschritte.  Vom  großen Krieger hatte man nach den Weltkriegen genug.  So wurde der Urmensch zum Erfinder der Technik und Kommunikation (Sprache), die er inzwischen zu Telefon und Radio weiterentwickelt hatte.  Die Waffen hiessen nun Werkzeuge, der Urmensch der erste Werkzeugfabrikant.  Nicht mehr das große Hirn war entscheidend sondern der aufrechte Gang, bei dem die Hände frei sind, um Werkzeuge zu ergreifen.  Das alles konnte man sich beim Ramapithecus ohne weiteres vorstellen, von dem erst einige Kieferbruchstücke bekannt waren, als man ihn in die Lücke im Stammbaum einreihte.  Nach vielen weiteren Funden konnte er seine Verwandtschaft zum Orang-Utan nicht mehr verbergen.  Es blieb kaum menschenähnliches.

Der Naturfreund (60er Jahre).  

Auch das Wirtschaftswunder mach te den Menschen nicht glücklich.  Die moderne Technik warf ihre Schatten. Umweltprobleme, Stress, Leistungsdruck, soziale Zwänge, die Zi vilisationskrankheiten der modernen Industriegesellschaft.  Man wollte zurück ins Paradies, aber Evolution konnte nur „zurück zur Natur.“  Der Urmensch lebte nun als friedlicher Vegetarier im Naturparadies in den Tag hinein, um frei von gesellschaftlichen Zwängen seine natürlichen Instinkte zu befriedigen.  Endlich durfte der längst bekannte Australopithecus auf den menschlichen Stammbaum klettern.  Statt gefährlicher Stoßzähne wie heutige Menschenaffen hatte der „Körnerfresser“ riesige „über menschliche“ Mahlzähne.  Seine Arten waren so vielseitig, daß sie bis heute immer wieder neue Stammbäume hervortreiben.  

Die Emanzipierten (70er/80er).  

Extreme Unterschiede zwischen den Geschlechtern lassen bei Menschenaffen wenig Verständnis für Gleichberechtigung erwarten.  Also suchte man in primitiven Völkern das Ideal der feministischen Urgesellschaft, dem Matriarchat.  Und schließlich diskutierte die Regenbogenpresse, ob denn nun der Mann von der Frau abstammt, als wenn man vorher schon von einem Geschlecht reden kann.  

Auf dem absteigenden Ast?  

Der Neandertaler war längst als ausgestorbener Seitenzweig aus unserer Stammeslinie verbannt worden, da vor ihm schon Menschen mit modernen Merkmalen auftauchten.  Ja, es kam der Verdacht auf, ob wir vielleicht selbst nur eine Fehlentwicklung der Natur sind, die zum Aussterben bestimmt ist.  Die Evolution hat offenbar versagt!  Sie wollte uns erklären als optimale Anpassung hervorgebracht durch natürliche Auslese.  Was sie fand, ist eine Fehlkonstruktion, die ihren einstigen Idealzustand verloren hat – eben was die Bibel sagt: der Mensch, der durch die Sünde sein Paradies verloren hat!  Und auch wie wir ins Paradies zurückkommen, will uns die Bibel sagen: durch Jesus Christus, der als Gottes Lamm die Schuld der Menschheit wegnimmt.  

Das Geschöpf Gottes mit Leib & Seele!

In der Tat ist der Mensch ein Geschöpf Gottes.  Das ist eigentlich nicht schwer zu raten.  Mit großer Weisheit und Geschick kompliziert zusammen getüftelt, sodaß alle Rafinessen funktionieren: Da kommt als Hersteller nur Gott in Frage! (Wer es noch nicht glaubt, sollte es in der Bibel nachlesen:  1. Mose 1)

Das ganz besondere Lebewesen!

Doch der Mensch hat auch einen Geist mit dem er denken, verstehen, überlegen und sogar mit Gott Kontakt aufnehmen kann!  (Beten nennt man das!  Schon mal gemacht?)  Gutes vom Bösen kann er unterscheiden, braucht nicht wie Tiere seinen Instinkten zu folgen und ist verantwortlich für das, was er tut und läßt.  

Die Krone der Schöpfung?  

Man könnte meinen, daß manche Leute nur bis sechs zählen können; so hartnäckig hält sich das Gerücht, daß der Mensch nach der Bibel die Krone der Schöpfung ist, weil er am sechsten Tag erschaffen wurde.  Aber es ging noch weiter mit dem siebten Tag: dem Tag Gottes.  Da ruhte Gott, denn er, der ewige Gott, brauchte nicht erschaffen zu werden!  Man sieht deutlich: Gott, der Schöpfer, ist die Krone der Schöpfung.  

Ein Schuldbeladener Sünder!

Zwar wollte der Mensch Gottes Krone gerne haben, doch war sie eine Nummer zu groß für ihn.  Er landete schnell am Boden mit Schuld beladen und schlech tem Gewissen.  Den Tod vor Augen steht er hilflos vor dem Abgrund.  (Auch das kann man in der Bibel nachlesen: 1.Mose 3; Römerbrief 3...)

Bist Du ein Kind Gottes?  

Das muß man erst werden durch den Glauben an Jesus Christus.  Ein Bild von mir und mein Kind, das ist schon ein Unterschied: Von Natur sind wir Bild Gottes, Teil dieser gescheiterten Welt, zum Untergang bestimmt.  Doch Gott gibt uns eine Chance als Kinder Gottes, damit wir in seiner Welt eine Zukunft bekommen.  

So hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, gerettet wird.   Joh.3,16

Jesus macht es möglich, weil er die Schuld der Welt am Kreuz bezahlt hat.  Er kann Menschen retten – auch Dich!   M. Licher

Allen, die ihn aufnahmen, gab er das Recht, Gottes Kinder zu werden. Joh.1,12

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