Energiesparer in der Schöpfung Gottes
Der Quastenflosser
Von Energiesparen ist heute viel die Rede; doch sollte man nicht übersehen, daß diese Idee schon viel älter ist. Ein Beweis dafür ist der Quastenflosser, der schon atemberaubende Rekorde im Energiesparen aufstellte, als es noch gar keine Menschen auf der Erde gab.
Die Heimat des Quastenflossers
Der Quastenflosser (oder wissenschaftlich Latimeria) lebt in einem kleinen Gebiet im indischen Ozen in einigen hundert Metern Tiefe. So konnte man die Lebensweise dieses ungewöhnlichen Fisches erst in den letzten Jahren mit speziellen Unterwasserbooten näher erforschen. Dort, wo Lavaströme von Vulkanausbrüchen an der Küste öde Hänge hinterlassen haben, in einer Tiefe, in die nur spärliche Lichtstrahlen hinunterdringen nur wenig Leben ermöglichen, führt er sein bescheidenes ganz auf Sparsamkeit ausgerichtetes Leben.
Sparen ist oberstes Gebot
Während wir von anderen Fischen gewohnt sind, daß sie flink und wendig durch das Wasser eilen, treibt der Quastenflosser fast immer gemächlich durch die dunkle Tiefsee und paddelt träge mit seinen Flossen. Nach Berechnungen beträgt sein Sauerstoffverbrauch pro Kilogramm Körpergewicht noch nicht einmal ein Hundertsstel von dem eines Tunfisches (3,8 ml/kg/Stunde). Obwohl er um 2 Zentner schwer wird, kann er durch seine träge Lebensweise mit einer Hungerration von nur 10 bis 20 Gramm Beutefisch am Tag auszukommen und so in einer Umwelt mit einem spärlichen Nahrungsangebot überleben, wo die sportlichen Schnellschwimmer unter den Fischen bald an ihrem Energieverbrauch zu Grunde gehen würden.
Der Quastenflosser auf Beutefang
Auch wenn der Quastenflosser nachts auf Jagd geht, hastet er nicht durch das Wasser sondern streift ganz gemächlich umher. Erst wenn er eine Beute geortet hat, stößt er plötzlich auf sie zu, wobei er ein unerwartetes Beschleunigungsvermögen an den Tag legt (20m/sek2).
Der Quastenflosser im Strömungskanal
Man könnte meinen, daß sein etwas stumpf aussehender Körper gar nicht so gut zum schnellen Schwimmen geeignet wäre wie die schlanken stromlinienförmigen Körper anderer Fische, und als man das erste mal eine grobe Nachbildung seines Körpers in einem Strömungskanal untersuchte, erzeugte die Form einen Wirbel, der einen ungünstigeren Wasserwiderstand ergab. Wie anders war es bei dem Königspinguin! Seine Körperform ist so ideal den Eigenschaften des Wassers angepaßt, daß sein Modell in der Schwimmhaltung einen so geringen Wasserwiderstand aufwies, wie er noch von keinem von Menschen hergestellten Schwimmkörper erreicht wurde. War Gott also noch am Üben, als er den Quastenflosser schuf? Im Gegenteil, denn als man auch die kleinen Erhebungen auf den Schuppen nachformte ergab sich ein überraschendes Ergebnis: sie lösten den Wirbel an der Oberfläche des Körpers auf, so daß die Strömung ohne abzureißen um seinen Körper floß. So ist seine Körperform eine gut geeignete Kombination für lang sames Driften im Wasser und kurzes Schnellstarten zum Beutefang. Die hell gefleckte Schuppenhaut hat auch noch einen weiteren Vorteil, denn sie tarnt ihn vor den Lavawänden seiner Höhlen, die mit kleinen hellen Muscheln überzogen sind, so gut, daß selbst Taucher mit ihren Scheinwerfer des öfteren einen Quastenflosser trotz seiner Größe übersahen.
Aus der Tiefsee in die Schlagzeilen
Der eigentliche Grund für die Berühmtheit des Quastenflossers war jedoch etwas ganz anderes als seine eigentümliche Lebensweise. Als ein Theologe im letzten Jahrhundert den Schöpfergott aus den Augen verlor, fiel ihm keine bessere Erklärung für die Entstehung der verschiedenen Lebensformen mehr ein, als daß sie durch langsame Umformungen aus primitiven Anfängen im Wasser hervorgingen. Seitdem suchte man fieberhaft nach Zwischengliedern (sogenannten missing links), die diese Umformungen von Lebensformen beweisen sollten. An einem versteinerten Quastenflosser fiel den Wissernschaftlern dabei auf, daß er vorne und hinten ein Flossenpaar hatte, wo die Landtiere Vorder- und Hinterbeine haben. Daher folgerte man, daß dieser Fisch vor hunderten Millionen Jahren an Land kroch und der Vorfahre der vierbeinigen Landtiere wurde. (Lit. : Biologie in unserer Zeit, Nr.4 8/93)
Der Quastenflosser - ein Evolutionsbeweis?
Während sich die Inder schon lange über das Fleisch des Quastenflosser freuten, wenn sie von Zeit zu Zeit einen aus der Tiefe angelten, waren die Wissenschaftler im Westen fest überzeugt, daß der letzte Quastenflosser bereits seit 70 Millionen Jahren ausgestorben ist. Kein Wunder, daß es eine riesige Sensation war, als man 1938 plötzlich einen lebenden Quastenflosser fing. Noch von der Vorstellung gefangen, daß er eine Übergangsform zu den Landtieren war, bog man bei seiner Präparation die Flossen unnatürlich nach unten, als wenn er damit an Land watscheln wollte. Doch seit man den Quastenflosser nun in seinem kleinen Lebensraum lebend beobachtete, weiß man, daß er keineswegs mit seinen Flossen am Boden kriecht und es zieht ihn auch nicht nach oben an den Strand sondern viel mehr nach unten in die dunkle Tiefsee. Bei näherem Hinsehen stell er sich als hochspezialisierte Lebensform heraus, und sieht noch ganz genauso aus wie seine uralten versteinerten Vorfahren. 70 Millionen Jahre ohne nennenswerte Veränderungen? Bei dem »Evolutionstempo« schien er denn auch der Wissenschaft nicht mehr geeignet für ihr ersehntes Bindeglied zwischen Fischen und Landtieren. Und so tappen sie weiter im Dunklen auf der Suche nach spärlichen Beweisen für Evolutionsumwandlungen, die es nicht gegeben hat. Zwar hat Gott den Pflanzen und Tieren die Fähigkeit mitgegeben Varianten hervorzubringen, um sich verschiedenen Umständen der wechselhaften Erdgeschichte anzupassen. Solche Umformungsmanöver vom Fisch zum Landtier und Säugetier, die später als Wale wieder schwimmen lernen müssen, das hat Er nicht nötig, der die ganze Vielfalt der Pflanzen und Tiere durch seine wunderbare Macht erschaffen hat. M.Licher 8.94
Lobt Gott, der den Himmel und die Erde gemacht hat und das Meer und was darin ist.
Psalm 135
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