Kathy aus Kassel

Christlich - und doch kein Christ?

Der bekannte Theologe und Arzt Albert Schweitzer sagte einmal: „Wer glaubt, Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in der Garage steht.“ Religiös – das war ich selbst auch – aber eine Christin war ich nicht. Schon als Kind habe ich von Gott und seinem Sohn Jesus Christus gehört, regelmäßig in der Bibel gelesen und gebetet. Aber meine christlichen Aktivitäten waren nichts als Routine. Der „Saft“ fehlte mir, mein Glaube war nur äußere Form, aber keine Herzenssache.  Meine Religiösität beschränkte sich auf den Kirchgang (sonntags) und die christlichen Aktivitäten unter der Woche. Aber eine persönliche Beziehung zu Gott, dem ich meinte zu dienen, fehlte. So führte ich ein Doppelleben: In der Kirche (Gemeinde) war ich so, und in der Schule anders.  Wenn Probleme aufkamen, half mir mein „Christentum“ auch nicht weiter. Als ich älter wurde, bemerkte ich meine Heuchelei und erkannte, dass zwischen mir und Gott etwas nicht in Ordnung war, dass eine Mauer zwischen uns stand. 

Ich wusste, dass wir Menschen vor einem heiligen und gerechten Gott niemals gut dastehen können, nicht durch die besten Werke, den frömmsten Lebensstil (Epheser-Brief 2,8-9). Aber Gott schuf vor 2000 Jahren einen Ausweg: Er sandte seinen Sohn Jesus Christus auf die Erde, der stellvertretend für uns starb.  Jesus musste sterben, denn ohne Blutvergießen gibt es keine Vergebung (Hebräer-Brief 8,22).  Durch seine Auferstehung am dritten Tag besiegte er den Tod.  Alle Menschen, die ihr verdorbenes Wesen erkennen, ehrlich vor Gott bekennen und seine Vergebung für sich in Anspruch nehmen, werden zu seinen Kindern gemacht (Johannes-Evangelium 1,12). 

An einem Sonntag im September 1999 bekannte ich meine Sündhaftigkeit vor Gott und nahm sein Geschenk der Vergebung durch Jesus Christus an. Ich konnte mit meinem Leben noch einmal von ganz vorne anfangen.  Seitdem habe ich die Gewissheit, dass ich nach dem Tod bei ihm im Himmel sein werde.  Auch für mein Leben hier auf der Erde habe ich vollen Sinn und innerlichen Frieden.  Das heißt nicht, dass es keine Probleme gibt.  Es können sehr schwere Zeiten im Leben eines Christen kommen, aber er weiß ganz fest, dass Gott ihn niemals loslassen wird!  Dafür gibt es unzählige Verheißungen in der Bibel.  Ich kann Gott jetzt „Vater“ nennen, denn ich bin sein Kind.  Er ist mir näher als irgendein Mensch.  Ich mache immer noch viele Fehler, aber ich weiss, dass ich damit zu Jesus kommen darf.  Er wartet ja gerade darauf, dass ich ihm allen Schrott und Müll, den ich wieder angerichtet habe, aufrichtig bekenne.  Auch jetzt bete ich regelmäßig, treffe mich mit anderen Christen und lese die Bibel, Gottes Botschaft an uns Menschen.  Aber ich kann alles persönlich nehmen und staune immer wieder, was Gott mir zu sagen hat. Gott gibt mir immer wieder neue Erfrischung, wie eine Quelle dem Baum Leben spendet. 

Christ ist also nur der, der Christus im Herzen hat!  Und in einer christlichen Familie geboren zu sein, bedeutet nicht, einen Freifahrtschein in den Himmel zu haben.  Jesus sagt: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater  [zu Gott],  als nur durch mich.“ (Johannes-Evangelium 14,6).  Auf die Grundfragen des Menschen (Wer bin ich? Woher komme ich? Wohin gehe ich?) kann es nur eine absolute Wahrheit geben, die für alle Menschen gilt, egal welcher Kultur sie angehören oder in welcher Zeit sie leben!  Warum aber gerade Jesus, warum nicht Buddha oder Mohammed oder noch jemand anders? – Weil Jesus als einziger die Schuldfrage gelöst hat!  Jemand sagte mal: „Schon viele Menschen wollten Gott sein, aber nur ein Gott wollte Mensch sein.“

Auch du kannst noch mal ganz von vorne anfangen, egal was in deinem Leben bis jetzt gelaufen ist.  Solange du noch am Leben bist, hast du diese zweite Chance.  Sei ehrlich vor Gott, sei du selbst.  Er kennt dich ja sowieso durch und durch, weil er dich gemacht hat.  Er liebt dich und will deine Persönlichkeit ausgestalten zu dem wunderbaren Menschen, der du nach Gottes Schöpfungsplan eigentlich sein solltest.  Vertrau dich ihm doch an!  Er wird das Beste aus deinem Leben machen, so dass du nur noch staunen kannst!  Er kennt ja deine Sehnsüchte, Wünsche und Bedürfnisse und will – genauso wie du – dass du glücklich wirst und ein erfülltes Leben hast!  Er will dich nicht mit Zwängen belasten, sondern umgekehrt, dich frei machen: „Wenn nun der Sohn [Jesus Christus] euch frei machen wird, so werdet ihr wirklich frei sein.“ (Johannes-Evangelium 8,36).

Bist du noch skeptisch?  Jesus sagt: „Die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Johannes-Evangelium 8,32).  Probier es doch einfach mal selbst aus! 

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Eph.2,8-9 "
Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es,nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme." 


Joh.14,6 "Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich." 


Joh.1,12 "Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben."


Joh.8,32
"und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen. "


Joh.8,36 "Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei."


Hebr.8,22 "Und es wird fast alles mit Blut gereinigt nach dem Gesetz, und ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung."